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Vier Fäuste für einen Gonzo

 Unser Kolummnist Bubi Rufener widmet sich heute gleich zwei Buchstaben, zur Kompensation seiner Abwesenheit. Wir werden mit «C» und «D» verwöhnt. 

| Bubi Rufener | Kultur
Bubi Rufener spricht in dieser Kolumne unter anderem über Daunen von toten Tieren. Foto: zvg
Bubi Rufener spricht in dieser Kolumne unter anderem über Daunen von toten Tieren. Foto: zvg

Ich hatte einen Unfall. Einen Absturz.

Die rechte Schulter will nicht mehr. Aber das soll Euch nicht kümmern. Ich wollte mich nur für die Verspätung in Sachen Gonzo Kolumne entschuldigen! Hier kommt die Doppelfolge C und D: 

Cousteau, Cato der Ältere, Depp Jones, Dixie Chicks, Chansons, Daunen von toten Tieren, und Dagmersellen, 

Cousteau, Jacques (eine Kindheitserinnerung): Der Mann hat die Unterwasserfilmerei, den Rolli, und die bei Hipstern immer noch beliebte Schurwollmütze, natürlich mit gerolltem Rand und stets in Rot, bekannt gemacht. Einmal im Monat brachte das Schweizer Fernsehen damals eine Folge der von Cousteau gedrehten Serie «Geheimnisse des Meeres». Ein Ereignis das mir Tage im Voraus wohlig, gruselige Träume bescherte, hatten die Filme doch verheißungsvolle Titel wie „Haie – herrliche Räuber der See“, „Delphine – intelligente Freunde des Menschen“ oder die fast schon wie ein französischer Soft-Erotik Film betiteltet Folge „Der Mensch, die Orchidee und der Oktopus“ (ach… die französischen Erotikfilme der 80er Jahre, die geheimen Freuden meiner Pubertät) Ich nannte Cousteau wegen seiner imposanten Nase «die Seegurke» oder Jacques Foulard und nun da mein Lebensabend anbricht bin ich geneigt meinen Truthahnhals, Cousteau-Gleich mit einem schicken Rolli oder einem Foulard zu bedecken – Jacques ich danke Dir!

Cato, der Ältere: Karthago muss zerstört werden, Asterix bleibt gleich! «Die Lorbeeren des Cäsar“ ist und bleibt ein Meisterwerk – oder wie eine betrunkener Obelix so treffend sagt: Latürnich

Depp, Jones: Bleiben wir bei den Comics. Auch der Mann der schneller schießt als sein Schatten hat was! Zum Beispiel den sympathischsten Bösewicht des Westens, Averell Dalton, der im Band „Die Daltons im Blizzard“ (übrigens auch Lucky Luke wurde wie Asterix von Goscinny getextet) den Decknamen Depp Jones trägt. Depp Jones ist auch der Ausdruck für alle die zu dumm sind, um Pizza zu bestellen, also für alle die Somm-Köppel-Glarner-Martullos dieser Welt. Was aber viel wichtiger ist: The Averells hieß die Begleitband, des leider viel zu früh verstorbenen Schweizer Musikers GUZ. Hört Euch die Aeronauten an.

Chansons: Ich bin und bleibe bekennender Fan von französischen Chansons. Meine ersten Musikalischen Erinnerungen neben den Beatles auf Vinyl, und Bach, gespielt von meinem Vater, sind Dutronc und Moustaki – welche sich meine Mutter laut, und stets laut mitsingend, bei allen sich bietenden Gelegenheiten, angehört hat. Darum bin ich dieses Jahr trotz leichtem Unwohlsein in Menschenmengen aller Arten, auf dem Gurten anzutreffen: Zaho de Sagazan spielt… Kompliment an die Veranstalter*innen!

Daunen, von toten Tieren: Falls ich je wieder eine Band gründe, hier schonmal der Bandname: «Daunen von toten Tieren»

Dixie Chicks: Was für eine Band im sonst so macho-männlich dominierten Country Sumpf. Ich würde das Album „Home“ definitiv auf die berühmt einsame Insel mitnehmen. Und um es wieder mal klar zu sagen: Geschissen auf Euch, ihr homophoben, frauenfeindlichen, dogmatischen Arschlöcher!

Dagmersellen: Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht in jeder Kolumne eines meiner Lieblingsworte zu präsentieren. Voilà hier für Euch: «Dagmersellen»! Keine Ahnung, ob es dort schön ist, egal, klingen tut es. Ausserdem liegt es in der Nähe der Pfahlbausiedlung Wauwil – Dagmersellen Pfahlbau Wauwil – ich dreh ab. Wort-Porn!

So das wars von mir. Euch gehört die Welt mir reichen Daunen von toten Tieren.


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