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Nach der Winterpause befinden wir uns nun mitten in der Lauf-Saison. Auch dieses Wochenende verwandelte der Frauenlauf Bern in ein Meer ausleuchtenden Sieges-T-Shirts. Die Menge an Laufveranstaltungen bringt Organisatoren auf neue Ideen. Dazu gehört auch Heinz Bigler, Veranstalter des Midsummer Run.
Mehrfach betont Bigler, was den Midsummer Run auszeichnet und «speziell» macht. Dieselbe Strecke wird versetzt für drei unterschiedliche Sportarten genutzt: Laufen, walken und CaniCross. Letzteres ist ein Geländelauf mit Hunden, wobei der Hund an einer Leine dem Läufer oder der Läuferin vorausrennt. Der Begriff CaniCross setzt sich aus den Wörtern «canis», lateinisch für Hund, und «cross-country», Englisch für Geländelauf, zusammen.
Der Midsummer Run ist der einzige Lauf in der Schweiz, der CaniCross auf diese Weise anbietet. «Viele Hündeler schwärmen von unserem Angebot», sagt Bigler. Die gängige Strecke für die Sportart ist normalerweise 3,5 Kilometer, und nicht 10. Das sollen Teilnehmende auch nicht unterschätzen, warnt Bigler: «Dafür muss ein Hund schon etwas trainiert sein».
Der Lauf am 23. Juni startet kurz nach fünf Uhr morgens, um dann in den Sonnenaufgang zu laufen «dafür gibt es dann im Ziel auch je ein Gratiskaffee und -gipfeli», sagt Bigler. Dabei berennt man eine zehn Kilometer lange Strecke zwischen Dählhölzli und Auguetbrücke entlang des Aareufers.
Bigler ist stolz auf «seinen Lauf», der nun bereits zum dritten Mal stattfindet und voraussichtlich wieder einen Teilnehmerrekord aufstellen wird. Ähnliche Erfahrungen konnte er bereits in der Organisation seines Winterlaufs «Run&Walk» sammeln, dieser fand im Januar auf der gleichen Strecke zum fünften Mal statt.
Entgegen der sonst bei Läufen üblichen tiefen Frauenquote, nehmen am Midsummer Run mehr Frauen als Männer teil. «Ich denke, das ist, weil es ein etwas meditativerer Lauf ist als andere und bei unserem Lauf sind nicht unbedingt Spitzensportler am Start», sagt Bigler. Der Lauf sei zum Genuss und um die schöne Natur an der Aare zu geniessen.
Laufen für den Genuss
Damit das Laufen mit den Hunden reibungslos verläuft, gibt es keinen Massenstart. Rund 200 Meter nach dem Start beginnt erst die Zeit zu laufen. Diese wird nur persönlich für die Teilnehmenden gestoppt und man findet sie auf keiner Rangliste. Das sei auch gar nicht möglich mit den unterschiedlichen Rassen und Grössen. «Es ist lustig, manchmal sind es ganz kleine Hunde, die gut mitmachen», sagt Bigler. Der Lauf soll also nur für den Genuss sein und keinen Druck auf die Hunde ausüben.
Nicht nur die Hunde haben die Möglichkeit, nicht in einer Rangliste veröffentlicht zu werden. Das Angebot gilt auch für Läufer und Läuferinnen. Wer seine Zeit nicht öffentlich teilen möchte, kann diese in der Kategorie «Run4Me» auf das Handy geschickt bekommen, ohne publiziert zu werden. «Es gibt ja immer wieder so Situationen, wo die Leute aus dem Geschäft nachschauen wie lange man für einen Lauf hatte und dann Sprüche fallen», sagt Bigler. So könne das vermieden werden.
Um die Zukunft des Laufes macht sich Bigler keine Sorgen. «Es ist ein Angebot, das es sonst nicht so gibt, und ist ganz in der Natur», sagt Bigler.
Lauf der Sonne entgegen:
Start 23. Juni 2024 um 5.15 Uhr
Infos und Anmeldung unterwww.midsummer-run.ch
Anmeldung für Kurzentschlossene bis 23. Juni möglich.
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